Hornig Cold Brew

Als ich wieder von „Cold Brew“ auf Deutsch „kalt gebrühtem Kaffee“ gelesen hatte, lief mir ein Schauer den Rücken hinunter. Ich hatte vor einigem Monaten bereits einmal bei einer großen Kaffeekette solch einen Kaffee in Wien getrunken aber damals war es ganz und gar nicht mein Fall. Es schmeckte nur bitter und eben nach kalt gewordenem Kaffee. Außerdem befanden sich jede Menge Eiswürfel dabei. Dass ausgerechnet J. Hornig, vom welchem ich den Kaffee sehr gerne trinke, auf diesen Zug aufspringt und „Cold Brew“ als den neuen Sommertrend launcht schockierte mich etwas.

„Cold Brew“: Wirklich ein neuer Sommertrend?

Durch die Facebook-Postings zum Launch wurde ich jedoch neugierig. „Cold Brew“ sollte mehr als nur Eiskaffee oder kalter Kaffee sein. Im Gegensatz zu normalem Kaffee wird hier Wasser mit Zimmertemperatur verwendet und dem Kaffee 18 Stunden Zeit gegeben um seinen ganzen Geschmack zu entfalten. Es steckte also mehr dahinter als simpler kalter Kaffee. Und die Tatsache, dass dieses neue Produkt aus dem Hause Hornig in schwarzen Glasflaschen in Craft-Bier Optik mit weißem Aufdruck verkauft wird machte mich noch neugieriger auf das Endprodukt.

Ganz zufällig war ich dann auch noch in der Nähe der Firmenzentrale in der Waagner-Biro-Straße in Graz und so holte ich mir zwei Flaschen des neuen Getränkes und stellte sie zuhause in den Kühlschrank. Laut Aufdruck heißt es nämlich „eiskalt genießen“.

Was würde mich nach dem Öffnen der Flasche erwarten? Ein Deja-Vu?

Zuerst ein paar Fotos machen. Dann der Griff zum Flaschenöffner. Die Kapsel fiel auf den Tisch! Der herrliche Geruch von Kaffee stieg in seiner ganzen Geruchsvielfalt aus der Flasche. Die Farbe, ein schönes, kräftiges Kaffeebraun. Schaum wie bei Bier oder einer Crema bei frisch gebrühtem Kaffee gibt es natürlich nicht. Der Geschmack ist durch die lange Extraktionszeit sehr mild, also keinerlei Spuren von Säure oder Bitterstoffen, und leicht fruchtig, ein Hauch von Schokolade, aber nicht süß. Zuckern oder mit Milch aufgießen sollte man meiner Meinung nach nicht. Es wäre eine Schande.

Noch ein Vorteil: Da der Kaffee bereits kalt ist, braucht man sich jedenfalls keine Sorgen zu machen, dass dieser kalt werden könnte und man hat daher wesentlich mehr Zeit zum genießen. Ein „Cold Brew“ on the Rocks ist nach dem Genuss der ersten Flasche durchaus vorstellbar.

Ob stark oder nicht kann ich leider nicht beantworten, da ich meist starken Kaffee trinke und es somit nicht schnell merke. Das Koffein ist aber nach wie vor vorhanden und der Drink ist eine gute und sicher auch gesündere Alternative zu diversen, süßen Energy Drinks.

Mein persönliches Fazit:

Gleich vorweg: Kaffee schmeckt mir heiß gebrüht, ohne Zucker und ohne Milch noch immer am besten. So bin ich Kaffee ja auch gewohnt. Normaler kalter Kaffee aus einer Tasse geht gar nicht.

Aber, durch das schicke, stylische Design der Flasche und den angenehmen Aromen könnte ich mir durchaus vorstellen, im Sommer statt einem Bier bei einem „Cold Brew“ gemütlich im Gastgarten, an der Murpromenade, oder am Balkon zu sitzen.
Gut Gemacht J. Hornig!

 

J. Hornig Cold Brew ist unter anderem im Webshop der Grazer Rösterei zum Preis von € 3,49 pro 0,33l Flasche erhältlich.

Was meint ihr zum neuen „Cold Brew“? Wer hat es schon verkostet? Schreibt mir einfach in die Kommentare!

By | 2016-10-13T19:50:25+00:00 20.06.2016|Tags: , , , |0 Kommentare

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